Wann zum Arzt bei Schlafstörungen?

Wann zum Arzt bei Schlafstörungen?

Viele Betroffene stellen sich oft die Frage: Bei Schlafstörungen Arzt aufsuchen oder selbst behandeln?

Falls Sie meinen an einer Schlafstörung zu leiden, sollte diese zuerst einmal sorgfältig diagnostiziert werden. Die Diagnostik einer Schlafstörung ist insofern wichtig, dass vor allem ernst zu nehmende Erkrankungen nicht übersehen werden. Mit Ihren Schlafstörungen sollten Sie also als erstes Ihren Arzt aufsuchen.

Doktern Sie also nicht selbst an sich herum, sondern machen Sie einen Besuch bei Ihrem Hausarzt, bei einem Facharzt (z.B. Internist) oder einem speziell ausgebildeten Schlafmediziner.

Anamnese und Exploration bei Verdacht auf eine Schlafstörung

Um eine Schlafstörung feststellen zu können wir ihr Arzt eine sorgfältige Anamnese erheben (Erfassung der Krankengeschichte im Rahmen einer aktuellen Erkrankung).
Danach findet eine schlafbezogene Exploration statt, d.h. es werden alle Daten und Fakten gesammelt, die mit dem Schlaf zusammenhängen könnten.

So kann eine solche Exploration aussehen:

Es wird die Art der Schlafstörung bestimmt:
Dies könnte eine Insomnie mit Ein-/ oder Durchschlafstörungen sein. Auch ein morgendliches Früherwachen könnte in diese Richtung deuten. Eine andere Möglichkeit wäre eine Hypersomnie mit einer übermäßigen Müdigkeit und Schlafanfällen tagsüber.

Es wird nach den auftretenden Symptomen geschaut:
Ein sehr häufig auftretendes Symptom sind schlafbehindernde Gedanken, die einen am Schlafen hindern, z.B. Grübeln oder Ängste. Ein anderes Symptom könnten Schmerzen sein oder unruhige Beine. Aber auch Atemstörungen, z.B. Atemaussetzer beim Schlaf-Apnoe-Syndrom. Zudem können auch Albträume auftreten die einen beim Durchschlafen hindern. Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Symptome die genau erfasst werden sollten.

Schlafdauer, Schlafrhythmus, Schlafphasen (Verlauf):
Auch dazu werden Daten erhoben, wiederum um die Art und v.a. auch die Schwere der Schlafstörung zu bestimmen.

Einflüsse der Schlafumgebung:
Umgebungseinflüsse können eine erhebliche Auswirkung auf unseren Nachtschlaf haben. Vor allem Lärm und Temperatureinflüsse, aber auch unzureichende Möglichkeiten das Zimmer abzudunkeln.

Bisherige Medikation:
Welche Medikamente werden eingenommen. Manche Medikamente können durchaus zu einer Schlafstörung führen. Dies sollte genau nachgeprüft werden.

Befindlichkeit am Tage:
Inwiefern beeinflusst die Schlafstörung die Tagesbefindlichkeit. Dadurch kann wiederum die Schwere der Schlafstörung bestimmt werden. Auch wird durch dieses Kriterium oft entschieden, ob ein Medikament sinnvoll ist oder nicht. Oft ist hier tagsüber die Leistungsfähigkeit und Aktivität gestört.

Nach der Anamnese und Exploration, filtert sich schon oft klar heraus, um welche Schlafstörung es sich wahrscheinlich handelt.

Körperliche Untersuchung bei Schlafstörungen

Ein großer Teil der Schlafstörungen ist eine Reaktion auf bestimmte Lebenssituationen oder/und ist organisch bedingt (z.B. Schmerzen, Restless-Legs-Syndrom, Schlaf-Apnoe). Auf diese Faktoren sollte deshalb besonders geachtet werden.

Eine allgemeinmedizinische körperliche Untersuchung wird deshalb idealerweise ergänzend erfolgen. Auch eine psychiatrische Anamnese ist bei Verdacht sinnvoll. Zudem werden möglicherweise Laborparameter erhoben und Untersuchungen wie EKG und in Einzelfällen auch ein EEG durchgeführt werden.

Für die genaue Diagnostik einer Schlafstörung ist es außerdem sinnvoll, den Patienten ein Schlaftagebuch oder Schlafprotokoll führen zu lassen. Es gibt auch Fragebögen, die eine genaue Diagnose erleichtern können.

Nach diesen Untersuchungen und Erfassung der Daten, sollte die Art der Schlafstörung feststehen und die Behandlung kann beginnen.

Schieben Sie den Besuch beim Hausarzt also nicht hinaus, sondern lassen Sie Ihre Schlafstörung genau diagnostizieren.

Der Hausarzt kann dann eine evtl. organische Ursache feststellen und adäquat behandeln.

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Der Arzt sollte auch eine körperliche Untersuchung durchführen

Bei Schlafstörungen Arzt aufsuchen und durch diesen behandeln lassen?

Sehr oft wird sich herausstellen, dass Ihre Schlafstörungen allerdings psychoreaktiv-situativ sind, d.h. dass schlafbehindernde Gedanken zu einer Schlafstörung führen, die dann durch schlafinkompatibles Verhalten unterhalten wird und sich mit der Zeit weiter verschlimmert.

In diesem Fall hat der Hausarzt leider oft nicht die Möglichkeiten und v.a. auch nicht die nötige Zeit eine ausreichende Behandlung durchzuführen.

Zumeist werden dann, meiner Meinung nach vorschnell, Medikamente verordnet, die zwar eine kurzfristige Linderung bewirken und in manchen Situationen auch sinnvoll sein können. Allerdings ist das eigentliche Problem/Ursache der Schlafstörung dadurch nicht gelöst.

Fazit:
Lassen Sie Ihre Schlafstörung durch einen Arzt abklären. Wichtig ist vor allem, dass die Ursache klar bestimmt wird, da auch eine körperliche Erkrankung einer der Auslöser sein kann.
Wenn eine solche ausgeschlossen wurde und Sie, wie in den meisten Fällen, ein Schlafmittel verordnet bekommen, sollten Sie aber hellhörig werden.
Sehr wahrscheinlich besteht die Therapie der Wahl dann aus der kognitiven Verhaltenstherapie, die Sie als Psychotherapie bei einem Psychotherapeuten oder mit Hilfe meines Online-Kurses absolvieren können.

Nähere Informationen zur kognitiven Verhaltenstherapie finden Sie in folgendem, von mir verfassten Artikel: https://tipps-zum-einschlafen.de/therapie-der-schlafstoerung/

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Wann zum Arzt bei Schlafstörungen
Zusammenfassung
Wann zum Arzt bei Schlafstörungen
Beschreibung
Leiden Sie an Schlafstörungen? Hier erfahren Sie wann Sie bei Schlafstörungen einen Arzt aufsuchen sollten. Auch beschreibt der Artikel die Untersuchungsmethoden und die Diagnosefindung.
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tipps-zum-einschlafen.de
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