Schlaftagebuch und Schlafprotokoll | Tipps zum Einschlafen
Schlaftagebuch und Schlafprotokoll

Schlaftagebuch und Schlafprotokoll

Um Ihrem Arzt die Diagnose zu erleichtern und die Ausprägung Ihrer Schlafstörung besser beurteilen zu können, empfehle ich Ihnen bis zur Stellung einer Diagnose, ein Schlaftagebuch oder Schlafprotokoll zu führen.

Es hilft ungemein, die Qualität und Dauer Ihres Schlafes besser beurteilen zu können. Auch für Sie ist ein solches Schlaftagebuch ein sehr hilfreicher Anhaltspunkt zur Beurteilung Ihrer Schlafstörung.

Oft stellt sich nach einigen Tagen des Führens eines solchen Tagebuches heraus, dass nur eine vorübergehende Störung vorliegt, die man nicht unbedingt behandeln muss.

Ein solches Tagebuch sollte über zumindest 10 Tage, besser noch über 2 Wochen geführt werden.

Das Tagebuch beurteilt nicht nur Ihren Schlaf, sondern auch das Befinden am Tag, um so die Auswirkungen besser beurteilen zu können.

In Ihrem Schlaftagebuch notieren Sie die Zeiten, wann Sie ins Bett gingen. Dann die Zeiten wann Sie wach waren und wann Sie wieder aufgestanden sind. Außerdem werden Fragen zum Befinden am Tage gestellt. Schlafzeiten tagsüber sollten ebenfalls protokolliert werden, außerdem der Konsum von sog. Wachmachern wie Koffein oder Alkohol.


So könnte ein Schlaftagebuch aussehen:

Stellen Sie sich jeden Morgen nach dem Aufstehen folgende Fragen:

  1. Wann sind Sie letzte Nacht schlafen gegangen?
  2. Wie lange hat es gedauert, bis Sie eingeschlafen sind?
  3. Wie oft sind Sie während der letzten Nacht aufgewacht?
  4. Wann sind Sie morgens (vor dem Aufstehen) aufgewacht?
  5. Wie haben Sie sich beim Aufwachen gefühlt? Sehr ausgeruht, ziemlich ausgeruht oder müde?
  6. Haben Sie während des Tages eine der folgenden Substanzen eingenommen: Koffein (6h vor dem Zubettgehen), Alkohol (1h vor dem Zubettgehen), Medikamente
  7. Wie würden Sie auf einer Skala von 1-5 Ihre Tagesstimmung und Ihre Leistungsfähigkeit einschätzen? 1 (depressiv und lethargisch) bis 5 (positiv und tatkräftig)

Anhand Ihrer Antworten können Sie sowohl den Verlauf, als auch die Ausprägung Ihrer Schlafstörung besser einschätzen. Zudem ist ein solches Schlaftagebuch eine große Hilfe für Ihren behandelnden Arzt bei der Diagnosestellung.

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Führen Sie ein Schlaftagebuch


Schlafprotokoll

Wir an unserer Klinik führen in der Regel ein sog. Schlafprotokoll und vermeiden eher das Schlaftagebuch.

Ein Schlafprotokoll bietet Ihnen einen Überblick über eine ganze Woche. Auszufüllen sind jeweils Fragen, die Sie abends vor dem Zubettgehen und morgens nach dem Aufstehen beantworten sollten.

Hier können Sie sich ein solches Schlafprotokoll herunterladen: -> Download

Ziel ist es mit Hilfe dieses Protokolls die sog. Schlafeffizienz zu berechnen und eine Verlaufskontrolle bei der Anwendung einer professionellen Schlaftherapie zu haben.


Schlafeffizienz (Berechnung)

Die Schlafeffizienz ist die Zeit, die Sie im Bett verbringen und dann auch tatsächlich schlafen.
Diese wird mit einer prozentualen Verteilung angegeben.

Bsp: Schlafeffizienz 80%. Der Patient verbrachte 10 h im Bett und hat 8 h davon geschlafen.


Auswertung eines Schlafprotokolls/Schlaftagebuch

Liegen ausreichende Ergebnisse vor, beginnt die Beurteilung.

Hier wird dann vor allem auf Schlafdauer, Einschlafzeit, nächtliche Wachdauer, Aufwachhäufigkeit und Schlafeffizienz geachtet.

Die Bewertung der einzelnen Punkte ist allerdings stark vom individuellen Typ abhängig. Sehr oft wird der Schlaf vom Patienten übermäßig schlecht bewertet, was wiederum zu einem Katastrophendenken führt und Stress bedeutet. Dieses Denken verstärkt dann eher die Schlafstörung.

Trotzdem ist das Führen eines solchen Protokolls wie oben ja schon erwähnt sinnvoll, um die Schlafstörung besser einschätzen und diagnostizieren zu können.

Auch während einer professionell an der Klinik durchgeführten Therapie sind diese Protokolle natürlich sehr nützlich, um die Therapie dementsprechend anzupassen.

Mein Tipp daher: Falls Sie meinen an einer Schlafstörung zu leiden, dann führen Sie doch über 10-14 Tage ein solches Protokoll. Danach legen Sie dieses Ihrem Hausarzt oder Psychotherapeuten vor, der dann eine bessere Einschätzung der Störung durchführen kann.

Danach lassen Sie eher die Finger davon, um sich nicht selbst unter Druck zu setzen.

Beginnen Sie dann aber unbedingt damit, ihre Schlafstörungen zu bekämpfen.
Mit der Sofort-Einschlafen-Methode, einer speziellen Atemtechnik, können Sie heute noch damit beginnen.

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Schlaftagebuch und Schlafprotokoll
Zusammenfassung
Schlaftagebuch und Schlafprotokoll
Beschreibung
Um die Diagnose Schlafstörung besser stellen zu können und vor allem die richtigen Therapiemaßnahmen einleiten zu können, ist das führen eines Schlaftagebuch oder eines Schlafprotokoll sehr sinnvoll. Der Artikel beschreibt die richtige Vorgehensweise, zudem kann man sich ein Schlafprotokoll für eigene Zwecke downloaden.
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