Die optimale Schlafdauer. | Wie viel Schlaf ist gesund?
Die optimale Schlafdauer.

Die optimale Schlafdauer.

Wie viel Schlaf ist gesund?

Diese Fragen sind wohl die am meisten gestellten unter allen Schlafgestörten. Wie viel Schlaf ist gesund und wie viel davon braucht man eigentlich? Oder: Ist meine Schlafdauer eigentlich ausreichend? Die Antwort sollte dahin gehend zielen: Was ist meine optimale Schlafdauer, um völlig erholt zu sein und den Alltag ohne Einschränkungen bewältigen zu können.

Ich kenne Leute die jeden Morgen nachrechnen, ob der eigene Schlaf nun lange genug war, oder ob man schon unter einer Schlafstörung leidet.

Doch diese Fragen sind nicht so einfach zu beantworten.

Viele Menschen glauben, dass man mit 8 Stunden Schlaf in jedem Fall ausreichend geschlafen hat. Eigenartigerweise fühlen sich manche danach aber eher schlapp und klagen über Tagesmüdigkeit. Demgegenüber gibt es Menschen, die nach 5 Stunden Schlaf putzmunter ihren Tag verbringen und völlig wach und ausgeschlafen sind.

Wie ist so etwas möglich?

Ganz einfach – die benötigte Schlafdauer ist individuell völlig unterschiedlich.


Schlafbedarf bei unterschiedlichen Gruppen von Menschen

Die Frage “Wie viel Schlaf ist gesund?”, kann also nicht pauschal beantwortet werden.

Man kann dazu drei Gruppen einteilen:

Kurzschläfer: Brauchen nur 4 bis 6 Stunden Schlaf
Normalschläfer: Brauchen 7 bis 8 Stunden Schlaf
Langschläfer: Brauchen 9 bis 10 Stunden Schlaf

Es ist aber so, dass die Tiefschlafphase bei allen drei Gruppen gleich ist.

Die benötigte Schlafdauer ist zum Großteil genetisch bestimmt und nicht durch ein bestimmtes Verhalten erzeugt.

Eine Ausnahme zu den oben angeführten Gruppen, bilden bestimmte Schlafstörungen, bei denen man 10-12 Stunden schläft und sich trotzdem völlig müde und zerschlagen durch den Tag kämpft.

Sehr viel wichtiger als die erzielte Schlafdauer, ist allerdings die Schlafqualität, die sich in der optimalen Verteilung der Schlafphasen wiederspiegelt.

Die gestellte Frage sollte also nicht lauten “Wie viel Schlaf ist gesund?”, sondern “Wie gut sollte man schlafen?”.

Zudem gibt es noch Morgen- und Abendmenschen, die zu unterschiedlichen Zeiten schlafen sollten.


Hat die optimale Schlafdauer etwas mit dem Alter zu tun?

Weitere Unterschiede im Schlafbedarf  findet man bei der Einteilung in verschiedene Altersgruppen.

Optimale Schlafdauer Kinder:

Baby (bis 3 Monate): Zwischen 14 und 17 Stunden

Säugling (4 bis 10 Monate): 12 bis 15 Stunden

Kleinkind (1 bis 2 Jahre): 10 bis 14 Stunden

Vorschulalter (3 bis 6 Jahre): 9 bis 13 Stunden

Erste Schuljahre (bis 4 Schuljahr): 9 bis 11 Stunden

Optimale Schlafdauer Erwachsene:

Teenager (bis 12. Schuljahr): 8 bis 10 Stunden

Junge Erwachsene (18 bis 25 Jahre): 8 bis 9 Stunden

Erwachsene (26 bis 64 Jahre):  7 bis 9 Stunden

Optimale Schlafdauer im Alter:

Senioren (65+): 7 bis 8 Stunden.

optimale schlafdauer mann
Im Alter schläft man öfter mal auch tagsüber

Kann eine Abweichung zur optimalen Schlafdauer krank machen?

Oder: Wie viel Schlaf ist gesund, damit wir auch tagsüber noch gut funktionieren?

Dieser Frage gingen Schlafforscher nach. Mit Hilfe von Versuchspersonen ermittelten Sie im Schlaflabor unter verschiedenen, wechselnden Bedingungen inwieweit sich die Leistungsfähigkeit der Probanden veränderte.

Sie fanden heraus, dass z.B. ein Normalschläfer auch mit 2-3 Stunden reduzierter Schlafdauer „einigermaßen“ problemlos auskommt.

Das bedeutet, dass wenn der Mensch ansonsten eine gesunde Lebensweise praktiziert und einen regelmäßigen Schlafrhythmus einhält, er mit keinerlei körperlichen Schäden zu rechnen hat. Auch die Leistung am Tage ist nur leicht beeinträchtigt.

Allerdings haben sich Veränderungen bei der Reaktionsgeschwindigkeit gezeigt, was insbesondere beim Autofahren problematisch werden könnte.

Wie oben schon erwähnt, blieb auch bei einer Reduktion der Schlafzeit die Dauer der Tiefschlafphasen unberührt. Das bedeutet, dass bei kürzerer Schlafdauer, die Qualität des Schlafes zunimmt. Die Schlafeffektivität wird dadurch verbessert.

Auf diesem Prinzip beruht auch das Verfahren der Schlafrestriktion, das ich ausführlich in meinem  „Masterkurs -Schlafstörungen behandeln. Das Online-Therapie-System“ vorstelle.

Man kann durch dieses sehr effektive Verfahren, den Schlaf auch bei hartnäckigen und schon lange andauernden Schlafstörungen sehr gut stabilisieren und die Schlafstörungen beseitigen.

Unternehmen Sie also etwas gegen Ihre Schlafstörungen. Ihre Stimmung, Befindlichkeit, Lebenszufriedenheit und ihr Aktivitätsdrang werden sich erheblich verbessern.

Untersuchungen haben gezeigt, dass die Lebensqualität von chronisch Schlafgestörten in ähnlicher Weise beeinträchtigt ist, wie diejenige von chronischen Schmerzpatienten.

Kein Wunder, dass Schlafstörungen in der Folge ein erhöhtes Risiko darstellen an einer ernst zunehmenden Depression zu erkranken.


Kann zu viel Schlaf krank machen?

Diese Frage stellte sich ein Team aus Forschern an der McMaster Universität in Kanada. Ihre Studie sollte beweisen, dass zu viel Schlaf durchaus krank machen kann. Sie brachten dabei zu viel Schlaf mit Herz-Kreislauf-Problemen in Verbindung. Die Ergebnisse gehen sogar so weit, dass die Forscher behaupteten, dass man um 40% mehr gefährdet ist eine solche Erkrankung zu bekommen.

Hier der Link zu den Forschungsergebnissen: European Heart Journal

Auch Rückenschmerzen, eine schlechtes Immunsystem, Depressionen und eine mangelnde Resistenz gegenüber Stress soll durch zu viel Schlaf zumindest teilweise verursacht sein.

Ist zu viel Schlaf also ungesund?

Daten von weit über 100.000 Teilnehmern aus über 20 Ländern wurden penibel ausgewertet. Die Daten basierten auf Interviews mit den Probanden. Dabei wurde nach deren Schlafverhalten und auch nach deren Verhalten tagsüber gefragt.

Die Probanden die mehr als 8 Stunden Schlaf hatten, konnte man Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkte, Schlaganfälle in überdurchschnittlichem Maße nachweisen.

Diese Erkrankungen konnten allerdings auch bei Probanden nachgewiesen werden die weniger als 6 Stunden Schlaf aufweisen konnten.

Meine Meinung dazu als Experte:
Bei dieser Studie scheint es sich, wie bei vielen anderen Studien auch, um das Henne-Ei-Problem zu handeln. Dies bedeutet: Was war zuerst da, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder die nicht optimale Schlafdauer?
Fest steht, dass Patienten die unter Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, rheumatischen Erkrankungen und Schmerzen leiden in der Regel sehr stark gefährdet sind auch eine Schlafstörung zu entwickeln.
Dies bedeutet, man ist krank und schläft dadurch länger und nicht umgekehrt.
Zudem ist die optimale Schlafdauer per se nicht zwischen 6 und 8 Stunden angesiedelt. Was ich ja schon in diesem Artikel beschrieben habe.
Unser Schlafverhalten ist meiner Meinung nach so individuell unterschiedlich, dass hier Studienergebnisse nur sehr beschränkte Aussagekraft haben können.

Die optimale Schlafdauer. Wie viel Schlaf ist gesund?
Zusammenfassung
Die optimale Schlafdauer. Wie viel Schlaf ist gesund?
Beschreibung
Was ist eigentlich die optimale Schlafdauer.Wie viel Schlaf ist gesund? Macht zu viel Schlaf krank? Wichtige Fragen vom Experten für Schlafstörungen beantwortet. Praktische Tipps zum Einschlafen aus Psychomatischen Kliniken.
Autor
Herausgeber
tipps-zum-einschlafen.de
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