Fragen & Antworten zum Thema Schlaf | Tipps zum Einschlafen
Fragen & Antworten zum Thema Schlaf

Fragen & Antworten zum Thema Schlaf

Auf dieser Seite veröffentliche ich Ihnen die häufigsten Fragen die an mich gestellt werden. Diese Fragen werden ständig erweitert und sind natürlich alle von mir beantwortet. Falls Sie ebenfalls Fragen zum Thema Schlaf oder zu meinem Masterkurs haben, dann kontaktieren Sie mich bitte per E-mail unter info@tipps-zum-einschlafen.de

Frage: Ist es gefährlich, wenn man zu wenig schläft?

Antwort: Wenn man langfristig zu wenig schläft, kann dies gewisse Gefahren beinhalten.
Dies kann zu einer deutlich schlechteren Stimmungslage und zu einer Beeinträchtigung der Befindlichkeit führen. Allerdings kann man nur sehr selten von einer echten Gefährdung sprechen. Vielmehr wird zu wenig Schlaf in den nächsten Nächten vom Körper nachgeholt und es findet eine Kompensation statt.


Frage: Ist es wahr, dass der Schlaf vor Mitternacht der beste ist?

Antwort: So formuliert, ist diese Aussage falsch. Der menschliche Körper holt sich den Schlaf den er braucht unabhängig von der Zeit in der man zu Bett geht. Allerdings kann der REM-Schlaf leiden, wenn man z.B. nur tagsüber schläft. Allerdings tritt auch hier wieder eine Kompensation in den nächsten Nächten ein.


Frage: Warum bin ich deprimiert, wenn ich schlecht geschlafen habe?

Antwort: Diese Aussage widerspricht der heutigen Schlafforschung. Es ist sogar so, dass Schlafentzug der beste Stimmungsaufheller überhaupt ist, wenn dieser kurzfristig stattfindet.
Eine Depression entsteht nicht durch die zu kurze Schlafdauer, sondern indem man spürt, dass man selbst nicht dazu in der Lage ist, sich den Schlaf aktiv herbeizuholen. Man gerät in eine Art Hilflosigkeit, Verzweiflung und Ohnmacht.
Depressiv machen ebenso die dann bei Nacht stattfindenden Grübeleien, Ängste und Sorgen über die Ereignisse des Tages und über die Zukunft.


Frage: Beim Aufwachen am Morgen spüre ich genau, je nach Befinden, ob ich genug geschlafen habe

Antwort: Auch diese Erkenntnis ist definitiv falsch. Das Befinden richtet sich nur nach dem Schlafstadium aus dem Sie soeben erwacht sind. Das Befinden ist daher nur ein Phänomen das die Situation im Moment darstellt und nicht die ganze Nacht reflektiert. Ob der Schlaf ausreichend war, kann daher nicht daraus abgeleitet werden.


Frage: Wenn ich nachts aufstehe und auf die Toilette gehe, fühle ich mich völlig wach und morgens dann nach dem Aufstehen wie gerädert. Ist das normal?

Antwort: Wie oben schon beschrieben ist der Zustand nach dem Erwachen nur eine Momentanaufnahme. Das Befinden leitet sich daher nur nach dem letzten Schlafstadium ab, aus dem heraus Sie erwacht sind.


Frage: Ich träume nie, stimmt dann etwas nicht mit meinem Schlaf?

Antwort: Sie gehören zu den ca. 12% aller Menschen, die sich nach dem Aufwachen nicht mehr an Träume erinnern können. Allerdings ist die Aussage falsch, dass Sie nicht träumen. Es fehlt Ihnen lediglich die Erinnerung daran.


Frage: Meine Leistungsfähigkeit tagsüber leidet durch meinen schlechten Schlaf

Antwort: So direkt kann man dies keinesfalls sagen. Bei einer kurzfristigen Schlafproblematik von nur wenigen Tagen, leidet Ihre Leistungsfähigkeit nicht. Diese lässt erst nach längerer Zeit nach. Kurzfristig gesehen kompensiert Ihr Körper eine kurze Schlafdauer problemlos, ohne dass Schäden entstehen können. Viel eher werden Sie aber spüren, dass Ihre Motivation darunter leiden wird Fortschritte in Ihrem Leben zu erzielen und auch die Motivation etwas gegen Ihre Schlafstörung zu unternehmen. Menschen die an einer chronischen Schlafstörung leiden sind daher viel eher dazu bereit Medikamente einzunehmen, als effektiv die Störung mit psychotherapeutischen Maßnahmen endgültig loszuwerden. Deshalb ist es sehr wichtig, hier über seine Demotivation zu siegen und das Zepter wieder in die eigene Hand zu nehmen.


Frage: Mein kleines Kind kommt ca.4-5 mal pro Nacht zu mir und weckt mich auf. Danach merke ich deutlich den entstandenen Schlafmangel. Ich kann dann nur noch schwer einschlafen und mein Schlaf leidet stark.

Antwort: Auch diese Aussage ist per se nicht richtig. Man muss sich hier erst einmal die Schlafphasen wieder ins Gedächtnis rufen. Für unseren Körper ist vor allem der Tiefschlaf unheimlich wichtig und dieser wird zuerst gestillt, zumeist reichen hier 2 Stunden Tiefschlaf schon aus.
Auch die Unterbrechungen machen nichts aus, da es nicht selten vorkommt bis zu 7 mal aufzuwachen und dann wieder einzuschlafen. Dies ist keineswegs eine Schlafstörung sondern völlig normal.
Immer wenn wir von einer Schlafphase in die nächste driften, wacht man gerne mal dazwischen auf. Dieses Erwachen hat keine negativen Auswirkungen auf die Qualität unseres Schlafes.


Frage: Wird man süchtig, wenn man Schlaftabletten nimmt?

Antwort: Auch hier kann man pauschal keine klare Antwort geben. Als erstes sollte man sich erkundigen oder nachlesen um welche Substanz es sich bei Ihren Schlaftabletten handelt.
Es gibt durchaus Substanzen die sehr stark abhängig machen. Andere Substanzen wiederum nicht.
Desweiteren muss man zwischen einer körperlichen und einer psychischen Abhängigkeit unterscheiden.
Eine psychische Abhängigkeit kann von jeder verwendeten Substanz ausgehen.
Bsp: Sie fühlen sich ohnmächtig und nicht fähig ihren Schlaf nicht alleine herbeiführen zu können. Das Gefühl, dass dies dann nach der Einnahme einer Schlaftablette rasch funktioniert, kann dann durchaus zu einer psychischen Abhängigkeit führen.
Eine Behandlung mit Schlafmitteln sollte daher nie länger als 3 Wochen durchgeführt werden, egal mit welcher Substanz.
Denken Sie hier unbedingt um und zwingen Sie sich zur Not dazu in einem solchen Fall unbedingt eine psychotherapeutische Behandlung anzustreben.

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