11.Tipp: Verzichten Sie möglichst auf Schlafmittel

11.Tipp: Verzichten Sie möglichst auf Schlafmittel

Medikamente und Mittel gegen Schlafstörungen

Seien Sie sehr kritisch bei der Einnahme von Medikamenten und Mittel gegen Schlafstörungen. Nehmen Sie diese nur in Absprache mit Ihrem Arzt ein.

Medikamente sind die Behandlungsmethode Nr.1 bei Schlafstörungen. Fast jeder Patient, der an länger andauernden Schlafstörungen leidet, bekommt von seinem Hausarzt ein Mittel gegen Schlafstörungen verordnet.

Was soll der Hausarzt auch anderes unternehmen? Der Patient erwartet von seinem Arzt eine Lösung seines Problems, der Hausarzt kann aufgrund seiner nur sehr beschränkten Zeit keine optimale Therapie durchführen und verordnet folgerichtig ein Medikament bzw. Mittel gegen Schlafstörungen.

Zur kurzfristigen Anwendung bei einer reaktiven Schlafstörung, wie z.B. sehr belastenden Ereignissen, kann der Einsatz eines solchen Mittels auch durchaus sinnvoll sein.

In den allermeisten Fällen, vor allem bei Schlafstörungen, die durch äußere Umstände wie Stress, Konflikte, Sorgen, Ängste usw. ausgelöst werden, sind Mittel gegen Schlafstörungen allerdings nicht zielführend.

Zudem entstehen unerwünschte Wirkungen und eine Verschlechterung der Schlafqualität, da Medikamente in den meisten Fällen die optimale Verteilung der Schlafphasen beeinflussen.

Manche Mittel und Medikamente gegen Schlafstörungen haben zudem noch ein nicht unerhebliches Abhängigkeitspotential und verursachen dadurch ein weiteres Problem.

Wann sind solche Mittel sinnvoll, wann eher nicht? Wann sollte man ein Medikament gegen Schlafstörungen einnehmen?

Ein Mittel gegen Schlafstörungen einzunehmen ist heute leider in fast allen Fällen zur Regel geworden.

Aus meiner Erfahrung an der Klinik und meinen Gesprächen mit Patienten weiß ich , dass es sehr schwierig ist, jemanden zu überzeugen, seine schon Monate oder Jahre eingenommenen Medikamente in Zukunft lieber wegzulassen.

Daher ist es unbedingt notwendig, bevor man ein Medikament gegen Schlafstörungen einnimmt und für lange Zeit daran “haften” bleibt, sich zuvor zu überlegen, ob die Einnahme überhaupt sinnvoll ist.

Zu unterscheiden ist hier die Ursache der Schlafstörung und nicht das Symptom, also die Schlafstörung selbst.

Einen genauen Überblick und die Vor-und Nachteile der verschiedenen Mittel gegen Schlafstörungen finden Sie in meinem Artikel über Schlafmittel.


Mittel gegen Schlafstörungen bei einer reaktiven bzw. akuten Schlafstörung

Stellen Sie sich mal vor, Sie erhalten von Ihrem Arzt eine ungewisse Diagnose und müssen jetzt längere Zeit auf den Befund warten, oder Sie erfahren vom Tod eines nahen Verwandten usw.

All dies sind Ereignisse die recht kurzfristig und plötzlich auf einen einstürmen und fast immer durch die Sorgen und Ängste zu nervöser Anspannung und Unruhe führen. Diese Symptome lassen einen gesunden Schlaf in den meisten Fällen nicht mehr zu. Diese dann auftretende Schlafstörung nennt man eine akute oder reaktive Schlafstörung.

Sind in einem solchen Fall Medikamente gegen eine solche Schlafstörung sinnvoll? Ich meine ja. In einem solchen Fall ist der kurzfristige Einsatz von Medikamenten durchaus angebracht, da ansonsten eine Verselbständigung der Schlafstörung droht.

Der Einsatz eines Mittels gegen Schlafstörungen sollte aber auf höchstens 4 Wochen begrenzt werden. Es ist danach wichtig zu wissen, dass nach Absetzen eine Verschlechterung eintreten kann, die dann mit verhaltenstherapeutischen Methoden behandelt werden sollte.

In den meisten Fällen ist dann eine Anpassung an die Situation eingetreten und die Schlafstörung verbessert sich von alleine wieder.


Sind Medikamente bei Schlafstörungen sinnvoll, wenn Sie an einer chronischen Schlafstörung leiden?

Dies ist die häufigste Form einer Schlafstörung. Durch Stress, Konflikte, unregelmäßige Arbeitszeiten und andere Einflüsse verschlechtert sich der Schlaf mit der Zeit immer mehr und führt zum typischen Teufelskreis einer Schlafstörung.

Auch hier stellt sich dann wieder die Frage: Ist ein Mittel gegen Schlafstörungen in einem solchen Fall sinnvoll?

Ich rate dringend davon ab, hier sofort zu einem dementsprechenden Mittel zu greifen. Medikamente gegen Schlafstörungen sind hier zumeist nicht das Mittel der Wahl, da damit nicht die Ursache, sondern das Symptom bekämpft wird. Logischer Weise führt dies dann nicht zu einer Lösung des Problems.

Medikamente sinnvoll

Oft wird vorschnell zu Medikamenten gegriffen

 

Die erfolgreichste und wichtigste Therapie stellt in einem solchen Fall die kognitive Verhaltenstherapie dar. In schweren Fällen kann aber begleitend ein Schlafmittel verordnet werden, allerdings sollte man auch hier die Grenze von 4 Wochen nicht überschreiten.


Mittel gegen Schlafstörungen einnehmen wenn eine Grunderkrankung vorliegt?

Hier steht in erster Linie die (medikamentöse) Therapie der Grunderkrankung im Vordergrund. Dazu zählen z.B. Schmerzpatienten die ein Schmerzmittel benötigen oder Patienten mit Restless-Leg-Syndrom.

Aber auch Patienten die an psychischen Krankheiten wie z.B. Psychosen leiden helfen Medikamente dabei die Symptome zu lindern.

Auch hier kann dann begleitend ein Medikament gegen Schlafstörungen eingesetzt werden, das dann ebenfalls nach 4 Wochen wieder ausgeschlichen werden sollte.

Schauen Sie sich bitte dieses Video an. So schnell erhält man Schlaftabletten (Quelle: youtube/SWR)

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Wann sind Medikamente gegen Schlafstörungen nicht sinnvoll? 

Mittel bei Schlafstörungen einzunehmen ist ein nicht unerhebliches Risiko. Alle diese Substanzen verursachen nicht geringe Nebenwirkungen. Deshalb muss hier eine strenge Nutzen/Risiko-Abwägung erfolgen.

Grundsätzlich sollte man ein Mittel gegen Schlafstörungen nur unter den oben besprochenen Gesichtspunkten anwenden und die höchste Einnahmedauer von ca. 4-6 Wochen keinesfalls überschreiten.

Zudem gibt es Kontraindikationen die manche Medikamente von vorneherein ausschließen.

 

Hier eine Liste der wichtigsten Kontraindikationen:

  • Suchterkrankungen oder eine solche in der Vorgeschichte.
  • Beim Schlaf-Apnoe-Syndrom oder bei Lungenerkrankungen sollte man zudem keine sog. Benzodiazepine oder Z-Substanzen (Z-Drugs) einnehmen, da diese die Atmung beeinträchtigen können.
  • Besondere Vorsicht sollte man bei älteren Patienten walten lassen, da bei diesen die Sturzgefahr erheblich ansteigen kann.
  • Schwangere sollten grundsätzlich keine Schlaf- oder Beruhigungsmittel einnehmen

Diese Therapie ist besser als Medikamente

Die optimale Therapie ist anerkanntermaßen die kognitive Verhaltenstherapie, die allerdings eine gute Mitarbeit des Patienten und den Willen zur Verhaltensänderung voraussetzt.

Mit der Umsetzung dieser 11 Tipps haben Sie aber schon den ersten Schritt in die richtige Richtung getan.

Zudem setze ich in meinem Online-Therapie-System “Schlafstörungen behandeln – Der Masterkurs” die kognitive Verhaltenstherapie gezielt in einer ausgeklügelten Strategie um, sodass ein maximaler Erfolg erzielt werden kann.

Versuchen Sie also unbedingt Ihre Schlafstörungen an der Wurzel zu greifen und nicht mit Medikamenten die Symptome einzudämmen und registrieren Sie sich bei meinem Online-Kurs

Ich wünsche Ihnen sehr viel Erfolg dabei.


Medikamente und Mittel gegen Schlafstörungen
Zusammenfassung
Medikamente und Mittel gegen Schlafstörungen
Beschreibung
Sind Mittel gegen Schlafstörungen und entsprechende Medikamente sinnvoll oder nicht? Da es verschieden Arten von Schlafstörungen gibt, beleuchtete der Artikel die entsprechende Behandlung und stellt am Schluss die effektivste Methode zur Behandlung von Schlafstörungen vor.
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Tipps zum Einschlafen
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